
Jubelnde Klimaseniorinnen und aufgebrachte Politiker

Die grosse Wolfsjagd

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Welche Lehren zieht die Schweiz aus dem Credit-Suisse-Debakel?

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Mehr Landesverteidigung, weniger Auslandshilfe

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Im Verteidigungsdepartement (VBS) bleibt derzeit kein Stein auf dem anderen. Im Januar kündigte Bundesrätin Viola Amherd, oberste VBS-Chefin, ihren Rücktritt an. Und im Februar wurde publik, dass auch Armeechef Thomas Süssli und Christian Dussey, Chef des Nachrichtendienstes des Bundes, den Hut nehmen. Zuvor hat sich bereits der Kommandant der Luftwaffe, Peter Merz, entschieden, die Armee zu verlassen. Die Abgänge bedeuten, dass der am 12. März 2025 gewählte Nachfolger Amherds, der neue Bundesrat Martin Pfister (ZG), sehr bald eine Reihe wichtiger Personalentscheide zu fällen hat.
Im bundeseigenen Rüstungskonzern RUAG soll ein betrügerisches System mit dem Kauf und Verkauf von Ersatzteilen für Leopard-Panzer den Staat «im hohen zweistelligen Millionenbereich» geschädigt haben. Dies legt ein Untersuchungsbericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) nahe, der im Februar publiziert wurde. Der Bericht nennt auch fehlende und ungenügende Kontrollen. Laut EFK herrsche in der RUAG eine «fragwürdige Kultur» vor und sie rügt «schwere organisatorische Versäumnisse». In schiefem Licht erscheint auch die Rolle des Verteidigungsdepartements (VBS). Dieses erfuhr bereits 2019 durch einen Whistleblower von Missständen, reagierte aber laut EFK «in nicht nachvollziehbarer Weise».
Das «Hilfswerk für die Kinder der Landstrasse» nahm zwischen 1926 und 1973 rund 600 jenische Kinder ihren Eltern weg und «versorgte» sie zwangsweise in Heimen und bei Pflegefamilien. Kirchliche Hilfswerke und Behörden taten Gleiches, weshalb von rund 2000 Betroffenen ausgegangen wird. Viele von ihnen wurden im Erwachsenenalter zudem unter Vormundschaft gestellt, mit einem Eheverbot belegt oder gar zwangssterilisiert. Der Bundesrat räumt nun gestützt auf ein Rechtsgutachten ein, dass dies alles ein an den Jenischen und Sinti begangenes «Verbrechen gegen die Menschlichkeit» sei und anerkennt die Mitschuld der Behörde. Die Betroffenen selbst hatten eine Einstufung als «kulturellen Genozid» gefordert. Zum Gutachten: www.revue.link/jenische
Ariane Rustichelli tritt im April als Direktorin der Auslandschweizer-Organisation (ASO) zurück. Just bei Redaktionsschluss wurde bekannt, dass der ASO-Vorstand Lukas Weber als ihren Nachfolger gewählt hat. Die «Revue» wird Weber in ihrer nächsten Ausgabe vorstellen. Bereits publiziert ist das Communiqué der ASO zu seiner Wahl: www.revue.link/weber
Der Grossverteiler Migros, die auf Gottlieb Duttweiler (1888-1962) zurückgehende Ikone des Schweizer Detailhandels, wird rabiat umgebaut. Sie stösst ihre zahlreichen Fachmärkte ab und will stattdessen in ihrem Kerngeschäft wachsen. Angesichts des Konkurrenzdrucks will sie dabei auf tiefere Warenpreise setzen.
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